Bücher machen Menschen

Geschreiben von Danielaauf30. September 2012 in Allgemein, Personal |

Heureka, es ist vollbracht!
Von Oktober 2010 bis Oktober 2011 habe ich in München an der LMU den Aufbaustudiengang Buchwissenschaft studiert, den es mittlerweile so gar nicht mehr gibt. Ein Inhalt des Studiengangs war ein Buchprojekt, das wir (eine 16-köpfige, wild zusammengewürfelte Gruppe) vom Anfang bis zum Ende allein auf die Beine stellen sollten. Das haben wir nun auch geschafft, wenn auch mit deutlicher Zeitverzögerung.
Den Anfang machten viele Besprechungen und das eine oder andere Brainstorming, was für ein Buch es denn überhaupt werden sollte. Ideen wurden in den Raum geschmissen, heiß diskutiert, verworfen, wieder aus dem Mülleimer geholt oder darin gelassen. Schließlich waren wir uns darüber einig, dass wir ein Buch übers Büchermachen wollten. Ein kurzer Abriss, was zum Prozess alles dazu gehört, von der Textarbeit über das Handwerk der Herstellung und die Distribution bis hin zu Rezeption. Ein toller Plan, aber wie sollten wir die leeren Seiten mit Inhalt füllen und ihn verwirklichen? Der erste Schritt dahin war die Erstellung einer Struktur, der das Buch folgen sollte. Und ein erneutes Brainstorming zu den spezifischen Texten, die wir abdrucken wollten. Wir entschlossen uns zu einer dreitiligen Gliederung, bestehend aus den Teilen “Machen”, “Verbreiten” und “Erlesen”.
Und nun mussten die Texte her. Natürlich sollten die Texte auch professionell sein und von Personen verfasst werden, die in der Branche arbeiten und sich auskennen. Und wo sollten wir diese Branchenkenner besser finden, als unter unseren Dozenten? So fragten wir dort nach, ob sie Texte für uns verfassen wollten. Manche sagten ab, die meisten aber zu. So war ein Teil der Artikel, die uns vorschwebten, abgedeckt. Den Rest schrieben befreundete Branchenkenner oder aber auch wir selbst. Ganz besonders groß war die Freude, als sich Ilja Trojanow dazu bereit erklärte, das Vorwort für unser kleines Büchlein zu schreiben.
Je mehr Texte eintrudelten, desto aufgeregter wurde die gesamte Gruppe. Im Lektorat galt es nun, die Text gegen zu lesen, zu korrigieren und zu lektorieren. Aber über die ganze Textarbeit durften wir auch die Finanzen nicht vergessen. So starteten wir an der Uni insgesamt 2 Bücherflohmärkte, um unsere Kasse aufzubessern und suchten Anzeigenkunden. Die nächste große Hürde war die Suche nach einem Verlag, doch nach einigen unschönen Überraschungen sind wir sicher und gut bei Allitera gelandet. Allen Mitarbeitern dort gilt unser großer Dank, da sie uns auf dem letzten, steinigen Weg begleitet und unterstützt haben. Spannend war auch die Suche nach “dem” Titel für unser Buch. Natürlich haben wir uns wieder zusammengesetzt und ein Brainstorming veranstaltet. Das Prinzip kannten wir ja schon… Ich persönlich finde, dass mit Bücher machen Menschen eine gute Wahl getroffen wurde und dass ein echt schönes Buch entstanden ist. Ein kurzweiliges Lesevergnügen für alle, die einen Blick hinter die Kulissen der Buchbranche und darüber hinaus werfen wollen.
Ein großes Dankeschön von meiner Seite auch an meine 15 unermüdlichen Mitstreiter, die sich allesamt für dieses Projekt eingesetzt haben. Ohne die Tatkraft und die vielen unterschiedlichen kreativen Köpfe und ein enormes Durchhaltevermögen wäre nie so ein schönes Buch entstanden. Ich bin echt stolz, dass ich daran teilhaben durfte!

Bücher machen Menschen vom Aufbaustudiengangs Buchwissenschaft der LMU München 2011, erschienen im Allitera Verlag, ISBN 9783869062198, gibt es überall im Fachhandel zu einem Preis von 14,90 Euro.

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